Auf dem falschen Fuß erwischt

Das sagte Frau Schmied neulich, als ich ihr aus Versehen (wirklich!) auf den Fuß getreten bin. Sie trägt nämlich Schuhe mit Stahlkappen. Die Frau nicht. Die hüpft und schreit. Das ist praktisch, wenn sie beim Satteln den Gurt zu doll anzieht: Ein kleiner Schritt zur Seite, das Geschrei ignorieren und entspannt weiteratmen 🙂 Merke: Das ist der richtige Fuß.

Frau Schmied weiß ja ganz gut mit Füßen Bescheid und ist somit (und ganz allgemein :)) eine seriösere Informationsquelle als die Frau. Ich habe noch ein bisschen herumexperimentiert und herausgefunden, dass es egal ist, auf welchen Fuß man tritt – die Reaktion ist die gleiche. Demnach hat die Frau zwei richtige Füße. Was bestimmt gut ist 🙂

Wie schafft sie es dann nur, auf dem falschen Fuß leichtzutraben? Ich meine, sie sitzt doch die meiste Zeit nur auf mir rum – wenn sie mir nicht grade rhythmisch ins Kreuz fällt… Das Traben erledige ich für sie, und meine Füße sind auch alle richtig 🙂

Was sie noch kann: Auf der falschen Hand angaloppieren. Ich hab doch gar keine Hände – ich galoppiere mit meinen Füßen. Vielleicht kann ihr das mal jemand sagen? 😉

Advertisements

3 Gedanken zu „Auf dem falschen Fuß erwischt

  1. Christiane

    Diese Terminologie von richtigen Händen und Füßen ist ohne Hand und Fuß. Sie wurde von Reitlehren entwickelt um Pferd und Reiter zu verwirren. Damit diese Spezies ihre Überlegenheit in der Mitte der Reitbahn demonstrieren kann und keinen Augenblick bei dem Reitschüler der Eindruck entsteht, er könnte womöglich bereits reiten. Da braucht es etwas, was keiner so schnell durchschaut. Diese Begriffe, die sich wechselweise auf die Extremitäten von Pferd und Mensch beziehen, eigenen sich ideal.
    Falls es Dir hilft: Wenn die Frau Dir im Trab zu sehr ins Kreuz fällt, mach Dich steif. Sie wird ann versuchen eine bequemere Position zu finden und sich so hinsetzen, dass du sie leichter tragen kannst. Das ist dann der für Dich richtige Fuß. Kann sein, dass der Reitlehrer das anders sieht aber im Gelände sollte Dir das egal sein. Im Galopp – hmmm: wenn Du in schnellem Tempo und schneidig abgekürzten Ecken die Reitmädchen an der Bande siehst statt des mit den Händen wild gestikulierenden Reitlehrers in der Bahnmitte solltest du die Beine neu sortieren. Möglichst gleichzeitig hinten und vorne. Sonst katapultierst Du die Frau womöglich aus dem Sattel. Im Gelände gilt wieder: mach so, wie es Dir angenehm ist.

    LG Christiane

    Gefällt 1 Person

    Antwort
    1. pfridolinpferd Autor

      Liebe Christiane,

      danke für die tollen Tipps! Am besten gefällt mir der letzte Satz. Und natürlich die Hinweise auf schneidiges Tempo 😀 Mit den Reitlehrern hast du größtenteils recht. Es gibt aber auch andere, die nett zu den Pferden sind und mit den Reitern meckern.
      Mit der Frau wird viel gemeckert 😉

      Dein Pfridolin Pferd

      Gefällt mir

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s