Moppelalarm

Wir sind jetzt alle bei den Weight Watchers 😦 Unfreiwillig, versteht sich 😦

Alles fing damit an, dass sich unsere Besitzerinnen und Besitzer auf irgendsoeine Info-Veranstaltung begaben und um 180 Grad gedreht komplett gehirngewaschen vollkommen geläutert zurückgekehrt sind. Zu unserem nicht geringen Entsetzen wurden wir allesamt zum Abnehmen und Sport treiben vergattert.

Vor allem bei den adipösen Bewegungsallergikern Haflingern (außer Rosa natürlich, der Streberin) und Tinkern wurde das Projekt “Moppelalarm“ mit großem Unmut aufgenommen, und es wurden sogar Stimmen laut, die unsere Reiterinnen und Reiter zu gleichem Tun aufforderten. Ich habe ja bisher immer nur die kleine dicke Frau rumgeschleppt und einmal den Mann. Ui, war der schwer. Noch schwerer als die Frau, was ich mir bis dato gar nicht vorstellen konnte. Aber ich schweife ab. Was ich sagen will, ist, dass mir der Vergleich fehlt. Ich denke aber, dass es ihr sicherlich nicht schaden kann, wenn sie auch ein paar Kilo abnimmt. Vielleicht hätte sie dann auch mehr Körperspannung als ein sehr krankes, nasses Handtuch, wer weiß? 😉

Zum Thema Bewegung (oder vielmehr „Bewegung, Bewegung, Bewegung“, wie die Frau das nennt) muss sie sich keine Vorwürfe machen. Nö, wirklich nicht. Ich armer Schatz muss ja jeden Tag turnen, es könnte aber für meinen Geschmack öfter ins Gelände und weniger auf den Platz gehen. In der Halle sind wir nicht so oft, weil da ein Spiegel ist, in dem die Frau sehen kann, wie schlecht sie reitet es an der frischen Luft gesünder ist.

Bei den anderen Menschen gibt es allerdings welche, die selber auch ein bisschen bequem sind und immer einen guten Grund haben, warum sie ihr Pferd grade nicht bewegen können, wollen oder müssen. „Der steht doch den ganzen Tag draußen und bewegt sich selbst“, zum Beispiel. Ja, aber nur von einem Grashalm zum nächsten. Da muss die Lunge nicht sonderlich bei arbeiten, und die Muskulatur genauso wenig 😉 Oder es ist zu heiß, zu kalt, zu nass oder zu trocken. Da frag ich mich dann schon, wozu man überhaupt ein Pferd hat? Immer wieder gern kommt auch der Spruch: “Ich bin Freizeitreiter!“, was anscheinend als Begründung dafür ausreichen soll, wenn man sein Pferd nur einmal pro Woche bewegt. Ums Feld jückeln ist zwar eine schöne Freizeitbeschäftigung für Mensch und Tier, ersetzt aber keine sinnvolle Gymnastizierung, geschweige denn eine Ausbildung. Ich selber bin ja stinkendfaul und weiß eigentlich gar nicht, warum ich hier sowas an die große Glocke hänge, aber vielleicht will ich auch nur, dass es den anderen nicht besser geht als mir und sie genauso viel tun müssen wie ich 😉

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4 Gedanken zu „Moppelalarm

  1. diemanuela

    Lieber Pfridolin,
    du bist echt ein armes Hascherl! Erst musst du im strömenden Regen durch die Landschaft (wenn auch nur ein kurzer Weg vom Stall bis in die Reithalle) und dann bekommst du als nächste Challenge das Thema „Abnehmen“ vorgesetzt.
    Ich sag nur: nimm es leicht (dazu gleich ein paar Möhrchen reich – die haben bekanntlich quasi keine Kalorien) und beweg deinen Luxuskörper immer mal ein bissi mehr als notwendig. Dann wird das was. Und wenn die Frau dabei mitmacht, habt ihr beide was davon.
    Aloha und viele Grüße von der Hula tanzenden
    Manuela
    P.S. Ich begebe mich morgen auf einen 1-wöchigen Workshop – da puzeln hoffentlich auch noch ein paar Kilos 🙂

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    Antwort
    1. pfridolinpferd Autor

      Liebe Manuela,
      vielen Dank für die Möhren, die brauchte ich jetzt 😉 Wenn die nicht so lecker wären, würde ich der Frau glatt welche abgeben, für ihre Diät, aber ich glaube, Heilfasten ist für sie viel toller 🙂
      Vielleicht sollte die Frau auch mal Sport treiben zum Abnehmen. Weiß auch nicht, wieso mir jetzt Bauchtanz einfällt? 😉

      Dir auf jeden Fall ganz viel Spaß beim Hulatanzen und Kilopurzelnlassen!
      Dein Pfridolin

      Gefällt 1 Person

      Antwort
  2. Hilfe für Miranda

    Lieber Pfridolin,
    ich soll dir von Bachus ausrichten, ein Pferd wird ruck-zuck wieder fitt, wenn es im Offenstall lebt. Der alte Herr muss es wissen. Bevor er zu mir kam, stand er in einer Box und musste teilweise als Schulpferd herhalten. Aus dem Hänger stieg ein steifer unbeweglicher Opa. Nach gut einem halben Jahr Offenstall und freier Bewegung, 24 Std. lang, veränderte sich nicht nur das Fett-Muskel-Verhältnis. Bachus wurde wieder beweglich und sah etliche Jahre jünger aus. Aus einem steifen alten Opa, wurde ein bewegliches Pferd. Bachus meint: Reiten und dieser ganze Schnickschnack sei überbewertet. Von Grashalm zu Grashalm ziehen, ist die normale Bewegung, die ein Pferd braucht. Das liegt in seinen Genen. Erzähl das doch der Frau. Vielleicht hört sie ja auf die Erfahrungen der Alten? 😉
    LG Susanne

    Gefällt 2 Personen

    Antwort
    1. pfridolinpferd Autor

      Liebe Susanne,

      das ist ja toll, ich werde es ihr erzählen. Glücklicher Bachus 🙂

      Ich bin ja auch mehr für Freizeit und Essen. Dann erzählt die Frau aber gruselige Dinge über Hufrehe 😦 Du musst nämlich wissen, dass das Gras bei uns in der Gegend extrem lecker und nahrhaft ist, wir mögen es sehr 🙂 und sind auch das ganze Jahr über draußen – außer nachts. Blöderweise hat der Tierarzt zusätzlich noch über unsere Hustenpferde geschimpft, von wegen „Lunge muss arbeiten“ und so. Das ist doch eine Verschwörung 😦

      Braucht Bachus vielleicht Verstärkung? Wo Miranda doch so eine Diva ist, wäre ein Männerkumpel bestimmt super für ihn. Einer wie ich, zum Beispiel 😉

      LG
      Dein Pfridolin

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