Archiv für den Monat Dezember 2014

Kopf hoch!

Wir haben die Weihnachtsquadrille hinter uns und was soll ich sagen – wir leben alle noch! Das liegt zum einen natürlich an Frau Reitlehrerins extrem autoritärer gewissenhafter Vorbereitung, zum anderen daran, dass Elses Reiterin, neben der wir uns die meiste Zeit aufhalten, gut leise schreien vorsagen kann und zum dritten daran, dass die Frau tatsächlich mal ihren Kopf hochgenommen und nach den anderen Pferden geguckt hat.

Sonst schaut sie ja immer ganz angestrengt nach unten – vermutlich, um nachzusehen, ob ich noch da bin. Ich finde das ja eigentlich niedlich von ihr. Praktisch ist es auch, weil ich ganz gern auf der Vorhand latsche und sie es mir damit noch einfacher macht.

Aber Frau Reitlehrerin ist aus irgendwelchen Gründen dagegen. Wegen dem Dressurreiten und der Gesundheit und der Lastaufnahme durch die Hinterhand. Von Lastaufnahme kann ich euch was erzählen – die Frau hat ganz schön zugenommen!

Zuerst hat sich die Frau noch damit rausgeredet, dass sie nach Geld sucht. Das wurde aber schnell unglaubwürdig, vor allem, weil sie nie was gefunden hat. Dann hat Frau Reitlehrerin diktatorisch verfügt, dass alles Geld, das während der Reitstunde im Reithallensand gefunden wird, ihr gehört. Das hat die Frau aber immer noch nicht dazu gebracht, ihr Köpfchen zu heben und gerade zu sitzen. Als nächstes hat sie behauptet, sie wäre total konzentriert. Der hängende Kopf wäre Ausdruck der Versunkenheit in das, was sie gerade tue. Alle großen Reitmeister würden so sitzen. Nuno Oliveira zum Beispiel. Wenn er noch leben würde. Frau Reitlehrerin erwidert, die Frau wolle sich doch jetzt nicht ernsthaft mit Herrn Oliveira vergleichen wollen? Neinnein, meint die. Das wäre ihr halt so aufgefallen. Wenn das bei Herrn Oliveira und den anderen Größen der Reiterei funktioniere, dann doch sicherlich auch bei ihr. Frau Reitlehrerin rauft sich innerlich die Haare und erklärt, dass es Künstler gäbe und Handwerker und Lehrlinge. So ein Künstler wäre so unglaublich genial in seiner Reiterei, dass ein Lehrling das gar nicht nachreiten könne. Das liege in der Natur der Sache. Man solle doch vernünftigerweise erst einmal das Reiten lernen und dann Künstler werden. Sprich: Gerade sitzen und gucken, dass man aus dem Sitz heraus reitet. Mit sauberen Gewichtsverlagerungen und ohne Verdrehen oder Einknicken in der Hüfte.

Mein bester Freund Faxe sagt, jeder Reiter hätte seinen Lieblingssitzfehler, aber ich glaube, die Frau ist in der Hinsicht begabt. Die kann nämlich alle kombinieren. Das ist praktisch, weil man sich so nicht entscheiden muss. Da sieht man mal wieder: Jeder kann was, sogar die Frau 😉 Auf jeden Fall guckt sie konsequent nach unten und hat sich bisher durch nichts davon abbringen lassen. Dass das fürs Quadrillereiten nicht unbedingt von Vorteil ist, könnt ihr euch denken.

Dann ist aber etwas passiert, was ihren Sitz radikal verbessert und mich traumatisiert hat. Bitte macht sowas nicht nach! Ich hatte nämlich bis gestern noch eine Frisur. Eigentlich bis genau gestern Mittag. Kurz vor der Quadrille stand die Frau neben mir und verkündete, meine Mähne wäre schandbar lang und sie wollte sich nicht mit so einem ungepflegten Zotteltier blamieren. Hallo, das waren höchstens 15 Zentimeter! Egal. Beherzt schwang sie die Schere und zickzackte drauflos. Ich weiß ja immer schon, was kommt. Nämlich: „Huch, das ist aber schief!“ Schnipp, schnapp. „Huch, das ist aber kurz. Nur noch ein kleines Fitzelchen, dann sieht es nicht mehr so schief aus.“ Schnipp, schnapp. „Huch.“ Kurze Pause. „Na, das wächst ja wieder nach.“

Tja, und seitdem guckt sie beim Reiten nicht mehr nach unten und mein ohnehin nur schwach ausgeprägtes Liebesleben ist mal wieder ruiniert. Else, mit der ich eigentlich schon ganz romantische Gespräche geführt hatte, hat bei der Quadrille die ganze Zeit über gekichert 😦 und die Frau hat sich zum ersten und einzigen Mal nicht verritten, weil sie nämlich immer schön nach ihrer Quadrillenpartnerin und den anderen Reitern geguckt hat.

Möchte vielleicht irgendjemand die Frau adoptieren? Sie isst ziemlich viel und man darf ihr keine Schere in die Hand geben, aber ansonsten ist sie harmlos.

Advertisements

Erst der Kamm und dann das Herz

Else und ich haben ja mittlerweile Gefallen an diesem Quadrilledingsda gefunden. Zum einen hat das totalen Event-Charakter – Musik! Viele Pferde! Viele Menschen! Große Verwirrung! – und zum anderen sind die ungewohnten Figuren eine nette Abwechslung zu dem langweiligen Kringelreiten, das üblicherweise im Winter stattfindet.

Else entwickelt sich zu einem regelrechten kleinen Sonnenschein. Das erkennt man daran, dass sie mich nur noch ganz selten zwicken will und ihre Hinterbeine meistens bei sich behält. Frauen sind ja oft rätselhaft und schwer zu durchschauen, aber bei Else ist es relativ einfach 🙂 Dass es mir gefällt, erkennt man am Gesichtsausdruck und dem weihnachtlichen Glanz in meinen Augen. Und natürlich an den Freudensprüngen zwischendurch.

Die Frau findet Quadrillereiten auch toll. Jedenfalls meistens. Nämlich immer dann, wenn ich gerade nicht herumhüpfe und wenn ihr Elses Reiterin vorgesagt hat, was sie als nächstes tun muss. Dann freut sie sich. Frau Reitlehrerin freut sich auch. Ich glaube, am glücklichsten ist sie darüber, dass Elses Reiterin – als Einzige, glaube ich – den Durchblick hat und allen anderen vorsagt, was sie tun müssen, so dass Frau Reitlehrerin nicht in einem wilden Durcheinander unter die Hufe kommt und mit einem weißen Taschentuch wedeln muss. Das ist im letzten Jahr aber nicht so oft fast gar nicht vorgekommen.

Wir sind jetzt auch zu einer weiteren Figur vorgedrungen. Nach dem Kamm haben wir das Herz ins Programm aufgenommen. Faxe meint, es wäre total romantisch. Ich übersetze das damit, dass diese Figur die einzige ist, bei der er auch mal die Chance hat, seiner Quadrillenpartnerin in die Augen zu gucken 🙂 Lotta ist nämlich ansonsten einfach zu schnell für ihn nicht vom Geist der Weihnacht beseelt und wartet gewöhnlich nicht auf ihn. Faxe meint, er wäre auch vertikal benachteiligt, weil Lotta die längeren Beine hat.

Aber zurück zum Herz. Dabei reitet man auf der Mittellinie paarweise nebeneinander her (Romantisch! Wenn man nicht Faxe heißt und seiner Partnerin hinterherschnaufen muss.) und macht auf ein Kommando eine Kehrtvolte, und zwar das rechte Pferd nach rechts und das linke Pferd nach links. Gleichzeitig. Die Kehrtvolte führt zurück zur Mittellinie, wo man sich mit seinem Quadrillenpartner wiedertrifft. Das heißt, das letzte Quadrillenpaar führt jetzt die Quadrille an. Dann reitet man geradeaus weiter, meistens zurück zur kurzen Seite, und teilt sich dann wieder auf.

Was dabei alles schiefgehen kann:
1. Beide Reiter machen eine Kehrtvolte nach rechts.
2. Beide Reiter machen eine Kehrtvolte nach links.
3. Beide trennen sich vorschriftsmäßig und machen die Kehrtvolten in die richtige Richtung, reiten die Wendung aber nicht gleich groß.
4. Sie kriegen es so wie oben hin, treffen sich aber nicht auf der Mittellinie, weil die Frau wieder auf meinen Hals runtergeguckt hat anstatt zu schauen, wo Else gerade ist.
5. Es gibt einen Stau, weil Faxe auf der Mittellinie stehen bleibt, um zu äppeln.

Es wird natürlich nicht einfacher, wenn- so wie bei der Frau – eine Rechts-Links-Schwäche dazukommt. Manchmal klappt es aber doch, und dann freuen sich alle. Das Schöne bei so einer Quadrille ist ja auch, dass die Zuschauer gar nicht so genau wissen, welche Figuren wann an der Reihe sind, da kann man prima pfuschen. Also soweit alles im grünen Bereich.

Jetzt wird es aber langsam doch ernst und die Frau muss sich in die weiße Reithose zwängen, die letztes Jahr noch gepasst hat. Wenn sie ehrlich ist, war die Hose eigentlich schon letztes Jahr ein bisschen eng, aber wenigstens ging der Reißverschluss noch zu. Die Stoffe sind ja ziemlich elastisch 😉

Ich sag ja schon länger, dass sie Diät machen muss und ein Heunetz braucht, aber mir glaubt ja keiner. Wahrscheinlich wird das wieder so ein Last-Minute-Abstecher ins Reitsportgeschäft. Ist ja ein Notfall. Komischerweise ist die Frau nie die Einzige, die dort „ganz schnell“ und „mal eben“ auf den letzten Drücker was einkaufen will. Und blöderweise hat man auch bei den Reithosen die Schnitte oder die Größen oder was weiß ich geändert, so dass sie mehrfach hektisch und leicht bekleidet zwischen den Regalen und der Umkleidekabine hin- und herlaufen muss. Sowas würde sie aber nie erzählen. Sowas erzählt immer nur der Mann, der sie bei solchen Aktionen dadurch unterstützt, dass er gemütlich in einer Ecke sitzt und Kaffee trinkt. Und er erzählt es auch nicht auf der Stallgasse rum, sondern nur mir. Weil wir nämlich Kumpels sind.

So, und jetzt sag ich Else, dass ich mir zu Weihnachten Liebe wünsche. Ich bin gespannt, obs klappt 🙂

Neues vom Fest der Liebe

Woanders ist ja auch Advent, zum Beispiel bei Claudia Scheler. Claudias Blog steht unter dem Motto „Ein Leben ohne Hund und Pferd geht, ist aber sinnlos“. Ich finde das nachvollziehbar 🙂 Noch dazu heisst ihr Pferd Keks, was ihn mir doppelt sympathisch macht. In ihrem Adventskalender darf ich auch ungestraft über die Frau und ihre Frisierkünste lästern. Claudia ist nett, oder? Und das hier hab ich für sie geschrieben:

Bald ist Weihnachten! Woher ich das weiß? Zum einen hat die Frau überall herumerzählt, wie lang sie in ihrem häuslichen Chaos beziehungsweise in ihrer ganz persönlichen Ordnung nach der rotweißen Schabracke mit den passenden Bandagen gesucht hätte und wie traurig sie wäre, dass sie das Rentiergeweih aus Filz nicht mehr finden würde. Das mit der Unordnung hat sie natürlich anders erzählt, aber ich kenn doch meine Besitzerin. So schusselig und unordentlich wie die ist, wundert es mich ehrlich gesagt jeden Tag, dass sie MICH wiederfindet. Um das Rentiergeweih ist es im Übrigen nicht schade, damit habe ich mich letztes Jahr unsterblich bei den anderen Pferden blamiert. Daher habe ich ihr auch nicht verraten, an wen sie es verliehen hat. Sie traut sich anscheinend auch nicht, ein neues zu kaufen, weil der Mann einen diesbezüglichen Sparkurs angeordnet hat. Anscheinend sitzt er ihr gegenüber manchmal am längeren Hebel, weil er gut kochen kann.

Zum anderen üben wir für die Weihnachtsquadrille. Ein nicht sehr subtiler Hinweis auf die bevorstehenden Festivitäten, oder? Natürlich hat Frau Reitlehrerin wie jedes Jahr alle Pferde und die zugehörigen Reiter zu rot-weißer Bekleidung vergattert.

Nicht, dass ich so wild darauf wäre, rot-weiße Sachen zu tragen, aber es ist doch eine erhebliche Verbesserung gegenüber den Rosa-, Pink- oder Berry-Tönen, zu denen mich meine Besitzerin sonst nötigt. Immer, wenn ich höre „Der Pfridolin kann doch alles tragen!“, weiß ich genau, dass dem als nächstes ein Farbrausch sondergleichen folgt. Ich weiß gar nicht, was die Frau sich dabei denkt – ich als Regenbogenpony. Dabei bin ich fast ein Hengst! Kein Wunder, dass mein Image in der Herde leidet.

Mein bester Freund Faxe sagt, Weihnachten könnte man sich etwas wünschen, und manchmal würde es auch in Erfüllung gehen. Faxe ist ein Tinker und sehr weise, man kann ihm das also glauben. Ich habe beschlossen, mir zum Fest der Liebe eine Freundin zu wünschen. Oder zumindest den Hauch eines Liebeslebens. Ich habe nämlich keines. Das liegt meiner Meinung nach nur an der weihnachtlichen Zackenfrisur, in die die Frau meine Mähne verwandelt hat.

Getreu dem Motto „Nach dem Fest ist vor dem Fest“ trage ich das ganze Jahr über ungewöhnliche Frisuren, die kaschieren sollen, dass die Frau nicht geradeaus gucken kann. Gleichzeitig ist sie aber eine unverbesserliche Optimistin und gibt die Hoffnung, dass es beim nächsten Mal klappen könnte, nicht auf. Faxe meint, Reiter müssen so sein.

Aber muss ich denn unbedingt eine kurze, schief geschnittene Mähne tragen, nur weil das irgendwie sportlich aussieht? Ich weiß ja nicht. Wenn es wenigstens den Mädels gefallen würde. Oder so dermaßen mitleidenderregend aussähe, dass ich mich vor ihrem Mitgefühl nicht retten könnte. Aber es ist halt nur mittelscheußlich bis lächerlich.
Es gab mal eine Zeit, in der mich meine Ex-Freundin Else attraktiv fand. Da war es allerdings dunkel. Und meine bezaubernde andere Ex-Freundin Stuti hatte so ein großes Herz, dass sie noch nicht einmal im Hellen über meinen Stufenschnitt gelacht hat. Dann hat sie leider herausgefunden, dass ich noch eine zweite Freundin habe und ich war wieder Single.

Deshalb wünsch ich mir vom Weihnachtsmann, dass Stuti oder Else wieder Herzchen in den Pupillen haben, sobald sie mich sehen. Faxe ist eher praktisch veranlagt und wünscht sich ein All-you-can-eat-Buffet, aber das haben wir ja eigentlich jeden Tag auf dem Paddock. Trotzdem ein guter Wunsch! Die Frau wünscht sich auch was, und zwar, alles essen zu können, ohne zuzunehmen. Und das am liebsten rückwirkend. Sie versucht nämlich gerade, sich für die Generalprobe der Weihnachtsquadrille in die weiße Reithose reinzuzwängen, die letztes Jahr noch gepasst hat. Das scheint nicht einfach zu sein. Aber wenn bei den Proben alles schief geht (und das ist es!), geht Weihnachten alles gut und Pferde und Menschen haben eine schöne Zeit.

Und genau das wünsche ich euch allen: eine schöne Zeit. Lasst es euch gut gehen, habt euch lieb und helft denen, denen es nicht so gut geht.

Ganz viel Liebe und ein wunderbares Weihnachten wünscht euch
Euer Pfridolin

P.S.: Und schaut mal in Claudias Blog rein, es lohnt sich!

Ihr Lieben,

vielen Dank für eure tollen Kommentare und Botschaften zu unserer Adventsaktion! Und danke, dass ihr so fleißig bei meiner Verlosung mitgemacht habt! Ich meine das ernst, denn ohne euch müsste ICH jetzt das pinke Halfter anziehen. Da hab ich ja nochmal Glück gehabt!

Glück gehabt hat auch Equiwent, weil jetzt viel mehr Leute wissen, was die eigentlich so tun und bestimmt auch noch der eine oder andere von euch ein bisschen Geld spendet. Und das können die Arbeitspferde in Rumänien gut brauchen, denn denen geht es echt schlecht.

Und wisst ihr was? Das alles – unsere ganze Adventsaktion – würde nicht funktionieren, wenn nicht viele nette Leute mitmachen und unsere Adventskalender-Posts lesen würden. Ja genau, ich meine dich und dich und dich. Und dich auch! Danke, dass du dabei bist!

Aber zurück zu meiner Verlosung: Die glücklichen Gewinner wurden heute ausgelost und auch schon benachrichtigt. Diejenigen, die leider nicht gewonnen haben, haben vielleicht bei einem anderen Adventskalendertürchen mehr Glück – unsere PferdeStärken Adventsaktion läuft ja noch bis zum 23. Dezember, und es gibt jeden Tag tolle Preise zu gewinnen.

Mein Tipp: Jeden Tag in den Adventskalender schauen und mitmachen. Kann ja nicht sein, dass immer nur die anderen gewinnen 😉

Mir hat es auf jeden Fall einen Riesenspaß gemacht und ich hoffe, dass wir von den PferdeStärken auch im nächsten Jahr eine Adventsaktion für einen guten Zweck veranstalten können. Hoffentlich seid ihr dann auch wieder dabei!

Ganz liebe Grüße
Euer Pfridolin Pferd

Equiwentlogo

Jetzt spenden!

Equiwent Hilfe e.V.

IBAN: DE41 4005 0150 0135 1680 45

BIC-/SWIFT-Code: WELADED1MST

Türchen Nr. 5: Advent, Advent, der Faxe rennt

Kennt ihr Faxe? Faxe ist ein philosophischer Tinker und mein bester Freund. Kennt ihr auch Advent? Das ist, wenn man für die Weihnachtsquadrille übt und jeden Tag ein Türchen am Adventskalender öffnet. Weil Faxe und ich bei der Weihnachtsquadrille mitmachen, ist mein flauschiger Freund im Moment etwas flotter unterwegs als sonst.

Aber davon später mehr, erstmal zu den Gewinnen. Das heutige Türchen des PferdeStärken-Adventskalenders gehört nämlich mir, und das hier könnt ihr gewinnen:

Es gibt ein Flauschi-Halfter in Pink, DER Modefarbe in diesem Winter. Pink ist nämlich das neue Schwarz, sagt Trendscout Faxe. Ihr seht das Prachtstück oben auf dem Foto. Zweifach verstellbar und mit schickem Karo an Hals und Genickstück (außen) und mit weichem Fleece in Pink unterlegt (innen). Faxe hat es selbst ausgesucht und meint, es würde euch bestimmt gefallen. Bitte gewinnt es, damit ich es nicht aus Versehen angezogen kriege! Bisher konnte ich es vor der Frau verstecken, aber wer weiss, wie lang das noch gut geht 😉

Außerdem könnt ihr noch 3 x eine lebenslange Premiumversion der ReiterApp gewinnen – für mehr Durchblick beim Reiten und damit ihr beim nächsten Ausritt nicht so orientierungslos durch die Gegend irrt wie die Frau 😉

Was ihr dafür tun müsst: Diesen Beitrag kommentieren und mir die gewünschte Halftergröße verraten. Oder mich (mit Halftergröße!) über das Kontaktformular weiter unten anschreiben, und zwar bis einschließlich 7.12. Unter allen Teilnehmern werden am 8.12. vier glückliche Gewinner ausgelost (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, was auch immer das heißen mag).

Weil es anderen Pferden wesentlich schlechter geht als Faxe und mir, haben wir uns mit anderen Pferdeseiten zur Aktion PferdeStärken zusammengetan und uns diesen Adventskalender ausgedacht. Wir haben Spenden gesammelt und unterstützen damit Equiwent e. V. – Schmiede ohne Grenzen. Equiwent hilft grenzüberschreitend Pferden in Not, vor allem den Arbeitspferden in Rumänien.

Wir bedanken uns bei unseren großartigen Sponsoren Barefoot und der Reitarena Österreich, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Deshalb hier ein kurzer Werbeblock für die, die beides noch nicht kennen: Barefoot-Sättel sind baumlose Sättel, die sich flexibel dem Pferderücken anpassen und eine Wirbelsäulenfreiheit haben, das heisst, die empfindliche Wirbelsäule wird vor Druck geschützt. Ich habe schon gehört, dass die Dinger ganz schön bequem sein sollen und dass einen da nichts einzwängt.

So, und jetzt zum Vergnügen: Bei der Reitarena Austria dreht sich alles um Reiturlaub in Österreich und Südtirol. Wichtig: Alle Betriebe sind qualitätsgeprüft, damit es dort nicht nur den Menschen, sondern auch den Pferden gut geht. Es gibt Angebote für jeden Geschmack und jede Reitweise. Da kann man sicher auch dieses Wanderreiten machen, das der Frau so gefällt. Ja, ich spreche von derselben Frau, die sich zuhause nicht ins Gelände traut. Noch Fragen? 😉

Aber auch andere haben gespendet und geholfen, zum Beispiel die ReiterApp und die Redewerft. Dort kann man Reden und Worte aller Art in Auftrag geben. Ich habe aus zuverlässiger Quelle gehört, dass man da auch schon glückliche Reiterehen eingefädelt und Hochzeiten ausgerichtet hat 😉 Da die Reiterkarriere der Redewerft leider schon früh in einem Schlammbad endete, die Pferdeliebe aber dennoch bestehen blieb, füttert sie bis heute gern befreundete Pferde mit Äpfeln. Ich finde, das macht sie gut. Und nein, natürlich werden keine fremden Pferde ohne Erlaubnis gefüttert, siehe hier.

Dankeschön, ihr seid ganz schön toll!

Ansonsten bereiten wir uns auf Weihnachten vor. Das ist super, weil man dann Tannenbäume essen kann, und zwar beim Reiten. Unsere Reithalle ist im Dezember immer mit Tannenbäumen geschmückt, und zwar ringsum und in angenehmer Fresshöhe. Man kann sich ganz bequem in allen Gangarten bedienen. Eigentlich schade, dass das nur im Dezember passiert, denn Faxe und ich haben das ganze Jahr über Hunger. Aber man kommt leider nur vom ersten Hufschlag aus dran, und sowohl die Frau wie auch Frau Reitlehrerin finden es suboptimal, wenn ich mich ständig unaufgefordert nach außen stelle. Komisch, sonst wollen sie immer, dass ich kaue und den Unterkiefer entspanne.

Unsere Weihnachtsquadrille macht trotz aller Bemühungen meiner Reiterin Fortschritte. Meine Ex-Freundin Else ist meine Quadrillenpartnerin. Wir beide sind für den dynamischen Teil zuständig, weil wir zwischendurch immer mal was auszudiskutieren haben und die Frau bekanntlich nicht so ganz auf der Höhe ist, wenn es um vernünftiges Reiten ums Reiten geht. Wie man an meiner Mähne sieht, kann sie auch nicht geradeaus gucken, von daher wundern mich ihre Lenkmanöver fast gar nicht mehr 😉

Faxe dagegen bildet die Nachhut und versucht halbherzig, mit Lotta, einer kugeligen Ponydame, Schritt zu halten. Lotta ist Faxe von der Figur her sehr ähnlich, aber wesentlich schneller als er. Zuerst hat er sich noch mehr Mühe gegeben, mit ihr mitzuhalten, aber jetzt vertritt er öffentlich die Theorie, seiner Partnerin würde es an der nötigen inneren Ruhe und vor allem am Geist der Weihnacht fehlen, was auch immer das ist. Also schnauft er wie eine kleine Lokomotive hinter der flotten Lotta her, was ihn aber nicht daran hindert, Else feurige Blicke zuzuwerfen. Weihnachten, das Fest der Liebe. Ich bin mir aber sicher, dass Else nur mich liebt, denn sie hat mir gerade zugezwinkert. Faxe meint, sie hätte in Wirklichkeit nur was im Auge gehabt. Er ist manchmal so unromantisch.

Was unsere Ausstattung betrifft, ist laut Frau Reitlehrerin Rot-Weiss angesagt. Also nicht fürs Üben, sondern für die große Show am ersten Weihnachtsfeiertag. Beim Üben dürfen wir alles tragen, was wir unsere Reiterinnen wollen. Alles, das heißt alles außer den Glöckchendingern, die mir beim Anprobieren soviel Spaß gemacht, aber die anderen fast in den Wahnsinn getrieben haben. Schade, denn beim Probelauf bin ich damit so wunderbar beschwingt umhergetanzt, dass Totilas ein Nichts dagegen war. Der Frau wurde es daraufhin ganz anders und sie hat beschlossen, dass ihre schwachen Nerven so ein Gehopse nicht vertragen dass das Glöckchengebimmel die anderen Reiter und Pferde zu sehr irritieren würde. Ich musste habe das eingesehen und bin froh, dass man die Frau (und die anderen Quadrillenreiter) so leicht glücklich machen kann 🙂

Vielleicht ist das der wunderbare Geist der Weihnacht? Es macht nämlich Spaß, andere glücklich zu machen, und deshalb mache ich jetzt mit euch weiter!

Also schnell kommentieren oder das Kontaktformular benutzen, damit ihr eure Adventsgeschenke bekommt! Faxe und ich drücken euch die Hufe ❤